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Urlaub auf Usedom

Allgemein, Hotel «Forsthaus Damerow»

Zwischen Achterwasser und Ostsee

Die Insel Usedom ist für viele am schönsten, wo sich Ostsee und Achterwasser fast berühren. Im Bernsteinbad Koserow kann man sich aktiv erholen und genießen.

Trubelige Kaiserbäder, beschauliche Bernsteinbäder

Als wir vor über 20 Jahren das erste Mal Urlaub auf Usedom verbrachten, zog es uns nach Bansin. Zu dieser Zeit hatten wir natürlich noch keine Ahnung, wo es uns am besten gefällt. Auch heute noch tun wir uns schwer damit. Die drei Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck mögen wir auch heute noch. Allerdings hat ihre Attraktion auf uns in den letzten Jahren etwas nachgelassen. Natürlich bieten die in den letzten Jahren neu errichteten Luxushotels an Europas längster Seepromenade jeglichen Komfort. Doch in den drei Kaiserbädern geht es gerade in der Hauptsaison mittlerweile recht trubelig zu. Die vielen neuen Hotels in zweiter und dritter Reihe sind auch nicht jedermanns Sache. Uns jedenfalls zieht es in den letzten Jahren eher in die deutlich beschaulicheren Usedomer Bernsteinbäder.

Die schmalste Stelle Usedoms

Bei der Anreise zu Lande kommt man vielleicht nicht gleich drauf. Aber aus der Luft sieht es schon so aus, als ob die Bernsteinbäder Zempin, Koserow, Loddin und Ückeritz wie Perlen an einer Schnur an der schmalsten Stelle Usedoms aufgereiht sind. Benannt wurden sie nach dem Bernstein, der sich gerade nach einer stürmischen Nacht noch recht häufig an den Stränden hier finden lässt. Doch für uns sind die Bernsteinbäder nicht nur wegen der funkelnden Kostbarkeiten am Strand interessant. Es ist vielmehr die markante Lage zwischen der Ostsee und dem Achterwasser der Seebäder sowie die fast unberührte Natur, die uns immer wieder aufs Neue begeistert. Besonders den größten Ort der vier Usedomer Bernsteinbäder haben wir ins Herz geschlossen. In Koserow ist der Ostseestrand nur wenige hundert Meter vom idyllischen Achterwasser getrennt. Am Riecker Graben zwischen Koserow und Zempin, genau dort, wo sich das frühere Atelier und heutige Museum des Malers Otto Niemeyer-Holstein befindet, sind es gar nur knapp zweihundert Meter.

Koserow – das größte Usedomer Bernsteinbad

Wie die bekannteren drei Kaiserbäder können auch die Usedomer Bernsteinbäder mit einem breiten, hier sogar besonders feinsandigem Strand aufwarten. Usedom-Fans schätzen diesen ganz besonders bei Koserow, dem größten der vier Usedomer Bernsteinbäder. Hier erstreckt sich der Strand nicht nur so weit das Auge reicht, er ist zudem leicht zugänglich, auch für Ältere oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität. In den Sommermonaten kann man sich an dem bewachten Strand sogar kostenlos einen strandgerechten Rollstuhl mit besonders dicken Reifen ausleihen. Doch nicht nur Barrierefreiheit wird in Koserow groß geschrieben. Hier befindet sich auch ein Dialysezentrum, das sich auf Ferien-Dialyse spezialisiert hat. Neben dem traumhaften Sandstrand und den Koserower Salzhütten, ist aber auch die im 13. Jahrhundert erbaute Feldsteinkirche sehenswert. Wer gut zu Fuß ist, sollte dem fast 60 Meter hoch über dem Meer aufragenden Streckelsberg unbedingt einen Besuch abstatten. Von hier aus genießt man nicht nur eine schöne Aussicht. Gerade im jetzt beginnenden Frühling kann man hier ein besonders schönes Naturschauspiel bestaunen, wenn nämlich Teppiche blauer Leberblümchen den Waldboden bedecken. Auch Freunde der Usedomer Mythen und Sagenwelt kommen am Streckelsberg auf ihre Kosten. So soll sich in den Höhlen hier einst der berüchtigte Seeräuber Klaus Störtebeker versteckt haben. Auch soll das sagenumwobene Vineta hier vor der Küste untergegangen sein.

Wanderungen und Radtouren von Koserow aus

Was uns als Aktiv-Urlauber und begeisterte Wanderer an Koserow auch gefällt, sind die vielen schönen Touren, die von hier aus starten. Von Koserow aus am Achterwasser entlang nach Zempin und weiter nach Zinnowitz und am Strand wieder zurück, gehört für uns zu den schönsten und abwechslungsreichsten Touren auf Usedom. Gleiches gilt für die am Achterwasser zum Loddiner Höft und über Kölpinsee durch den Wald zurück. Einmal im Jahr nehmen wir auch die große Wanderung von unserem Basislager, dem Forsthaus Damerow, die fast 20 Kilometer lange Wanderung nach Ahlbeck in Angriff. Das ist für geübte Wanderer durchaus zu schaffen, zumal man für den Rückweg nach Koserow bequem die Usedomer Bäderbahn nehmen kann. Die beliebte Bahn verbindet alle wichtigen Orte an der Küste und braucht für die Strecke eine gute halbe Stunde.

Den Tag ausklingen lassen im Forsthaus Damerow

Vom Bahnhof Koserow aus müssen wir dann nur noch ein knappes halbes Stündchen bis zum Forsthaus Damerow gehen, wo wir uns auf ein kühles Bier und Rehnüsschen unter Walnusskruste auf Kastanien-Birnenragout mit Kräuterschupfnudeln freuen. Aber auch die Tranchen vom Rothirschrücken an Rosenkohlpüree mit Wildspeck und Gemüse sind äußerst lecker. Oder doch lieber gebratenes Dorschfilet bzw. Zander? Nur gut, dass wir eine ganze Woche Urlaub haben. Denn wir müssen auch unbedingt noch einmal die frischen Ostseeheringe aus der Pfanne an Kartoffel-Selleriepüree mit einer süß-sauren Soße und dem Rübensalat probieren. Schließlich beteiligt sich das Forsthaus Damerow noch bis Mitte April traditionell auch an den Usedomer Heringswochen.

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